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Diagnosebox OBD-I:

Die Diagnosebox wurde zum Modelljahr 1989 bei den 4-Zylinder-Saugmotoren in der 200/700er-Baureihe eingeführt, zum Modelljahr 1990 bekamen auch die 4-Zylinder-Turbomotoren in der 700/900er-Baureihe eine Diagnosebox. Der 940er mit dem 4-Zylinder-Benziner ist ab 1990 immer mit einer Diagnosebox ausgerüstet. Alle 850er und 960er (also die 5- und 6-Zylinder-Benziner) bis zum Modelljahr 1995 sind ebenfalls damit ausgerüstet. Ab Modelljahr 1996 wurde einheitlich eine OBD-II-Diagnoseschnittstelle eingeführt die die alte Diagnosebox mit LED und Knöpfchen ersetzt.

Die V6-Motoren erhielten nie eine Diagnosebox. Die Diesel erhielten sehr spät in der 900er-Baureihe eine Diagnosebox, mit der die Komponenten der Bordelektronik geprüft werden konnten - für den Dieselmotor der 900er-Baureihe gab es natürlich keine Diagnosemöglichkeit, da er keine elektronische Steuerung besitzt.

Die Diagnosebox befindet sich auf der Fahrerseite in der Nähe vom Federbeindom. Bei vielen x40er-Modellen befindet sie sich hinter dem Federbeindom, meistens angeschraubt an einer Strebe. Beim einigen 900ern befindet sie sich vor dem Federbeindom an einer separaten Halterung (siehe Foto). Beim 850 befindet sie sich beifahrerseitig vorne im Motorraum, zwischen Scheinwerfer und dem schwarzen Steuergerätekasten. Die Box ist mit einer Kappe verschlossen - nach dem Abziehen (gerade nach oben) sind die Buchsen sowie der Druckknopf mit LED und der Stecker zugänglich (siehe Foto rechts). Spätere Modelle haben zwei Diagnoseboxen, Box-A und Box-B, wobei es nur bei Box-A einen Stecker und Druckknopf mit LED gibt, d.h. dieser Stecker muss auch zum Auslesen der Codes in Box-B verwendet werden.

 

Besitzt Ihr Modell keine solche Diagnosebox, so können trotzdem bei vielen Modellen noch einzelne Steuergeräte mit der alten Methode ausgelesen werden. Einige Informationen über das OBD-II-System finden Sie in der Beschreibung der Diagnoseschnittstelle OBD-II.

 

 

Codes auslesen:

Ein Stecker befindet sich in der Kappe und muss dort gelöst werden. Danach wird er in die jew. Buchse gesteckt von der Komponente, die man überprüfen möchte. Zum Auslesen muss die Zündung eingeschaltet sein. Der Knopf wird für ca. eine Sekunde lang gedrückt, dabei leuchtet die LED auf. Kurz danach wird der Code in dreistelliger Form ausgegeben.

Es sind nur Buchsen belegt, wofür es auch Komponenten im Fahrzeug gibt. Hat man z.B. keine Automatik, so ist die jew. Buchse dafür nicht belegt und es gibt kein Blinksignal wenn man den Stecker einsteckt und den Knopf drückt.

 

 

Der Fehlercode: Beispiel 2-3-2

die LED leuchtet 2x im Abstand von 0.5 Sekunden,

dann etwa eine Sekunde Pause,

die LED leuchtet 3x im Abstand von 0.5 Sekunden,

dann wieder etwa eine Sekunde Pause,

die LED leuchtet 2x im Abstand von 0.5 Sekunden.

Es ist möglich, dass danach ein weiterer Code ausgegeben wird - mehrere Codes können gespeichert und nacheinander ausgegeben werden.

 

 

Erweiterte Funktionen:

Die Dignosebox ist nicht nur zur Fehlersuche, sondern auch zum Testlauf eines Systems brauchbar. So kann man z.B. einen Prüfzyklus aktivieren und danach einige Bauteile vom System betätigen - die LED gibt einen Bestätigungscode aus, wenn er korrekt ist, dann ist die Verbindung zum Bauteil und dessen Funktion einwandfrei. Es ist ebenfalls bei den meisten Systemen möglich, einen Selbsttest laufen zu lassen.

Der aufgeführte Modus-1 bezieht sich lediglich auf das Ausblinken der gespeicherten Codes. Im Modus-2 werden I.d.R. die einzelnen Bauteile von Hand betätigt - die LED blinkt einen Bestätigungscode aus (der Modus beginnt mit einem Flackern der LED). Der Modus-3 ist im Regelfall die Eigendiagnose wo das System die Bauteile selbst ansteuert während die LED flackert (nicht bei allen Komponenten verfügbar). Man gelangt durch Drücken des Knopfes bei eingestecktem Stecker in den jew. Modus, so z.B. 1x für eine Sekunde lang den Knopf gedrückt halten um die Fehlercodes abzurufen, 2x für eine Sekunde lang den Knopf gedrückt halten um den Modus-2 aufzurufen, usw.

Löschen der Fehlercodes: Stecker rein, Knopf ca. 1 Sekunde lang drücken, loslassen, die LED leuchtet auf, Knopf sofort wieder drücken und 6 Sekunden lang gedrückt halten, loslassen, LED leuchtet erneut auf, Knopf dann sofort erneut 6 Sekunden lang drücken. Sämtliche Fehlercodes der entspr. Komponente sind dann gelöscht. Verbleiben danach weiterhin Fehlercodes im Speicher so muss das entspr. Bauteil bzw. dessen Steckverbindung überprüft und gereinigt werden.

 

In der folgenden Liste ist die Diagnosebox mit ihren Anschlüssen (Buchsen) genau beschrieben. Jede Bezeichnung ist verlinkt, Sie gelangen beim Anklicken direkt auf die Seite zum jew. System mit allen Diagnose- und Testmöglichkeiten sowie gesamter Fehlercodetabelle.

 

 

Aufteilung der Diagnosebox:

Box-A:

Buchse 1: Automatik

Buchse 2: Steuergerät Einspritzanlage

Buchse 3: ABS

Buchse 5: Turbo-Kontrolleinheit

Buchse 6: Steuergerät Zündanlage

Buchse 7: Kombinationsintrument mit Tacho, Tankanzeige usw.

 

Box-B:

Buchse 1: Klimaautomatik - ECC

Buchse 2: Tempomat

Buchse 5: Airbag

Buchse 6: el. Sitzverstellung

Buchse 7: Timer der Standheizung

 

 

 

Es gibt bei einigen Steuergeräten auch ein eigenständiges Diagnosesystem das ohne Diagnosebox arbeitet:

 

Zündsteuergerät (EZK-115, EZK-117, EZK-118)

Klimaautomatik ECC 700/900er

SRS Airbag 200, 700, 900er bis Mj. '92

 

 

 

 

 

 

 

Alle Angaben ohne Gewähr!

Es können Fehler in den Quellen sowie Fehler in Übersetzungen vorkommen. Die Informationen sind nach bestem Wissen erstellt und die Methoden selbst mehrmals angewandt worden.

Wer meint, er habe einen Schaden nach dem Anwenden der Methoden und müsse bei mir deshalb Terror machen, der hatte eindeutig auch schon vorher einen Schaden - nur eben nicht am Fahrzeug, und in dem Fall ist jede Hilfe schon lange zu spät.